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Leben in der Stadt zu Corona-Zeiten

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Hygienekonzept des Kinder- und Jugendbüros

Das vorliegende Hygienekonzept gilt für offene und gruppenbezogene Angebote der städtischen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen der Stadt Laatzen und dient als Empfehlung und Orientierung für andere Träger, die in Laatzen offene, gruppenbezogene und gemeinwesenorientierte Angebote für Kinder und Jugendliche anbieten.

Kinder- und Jugendarbeit ist für die soziale und persönliche Entwicklung von jungen Menschen von hoher Bedeutung. Die sogenannte Peergroup ist der zentrale Beziehungskontext, den jungen Menschen auf dem Weg zu einer eigenständigen, selbstbestimmten und unabhängigen Persönlichkeit benötigen. Vor diesem Hintergrund müssen - auch unter den Einschränkungen des Infektionsschutzes - Räume geschaffen werden, die eine entsprechende soziale Interaktion ermöglichen. In der Abwägung zwischen Infektionsrisiko und Nutzen der unterschiedlichen Angebote der Kinder- und Jugendarbeit sind demnach unterschiedliche Maßnahmen zum Infektionsschutz zu beachten.

Dieses Hygienekonzept wird entsprechend den Vorgaben und Gegebenheiten laufend fortgeschrieben und angepasst.

1. Allgemeine Maßnahmen

  1. 1 Persönliche Maßnahmen

Die nachfolgenden persönlichen Maßnahmen sind unabhängig vom Format des Angebotes sowohl von den jungen Menschen als auch von den Mitarbeitenden zu beachten und einzuhalten:

  • Die Teilnahme an jeglichen Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit ist nur symptomfrei möglich. Personen mit den nachfolgenden Krankheitszeichen (z.B. Husten, Fieber, Schnupfen, Halsschmerzen, Geruchs-/Geschmacksstörungen und Gliederschmerzen) müssen auf jeden Fall zu Hause bleiben.
  • Die Teilnahme an jeglichen Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit ist darüber hinaus für folgende Personen nicht möglich:
    • Personen, die aufgrund einer Vorerkrankung besonders stark durch eine Covid-19 Infektion gefährdet sind.
    • Personen, die mit anderen Menschen in einem Haushalt leben, die ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben.
    • Personen, die innerhalb der vergangenen 14 Tage direkten Kontakt zu Covid-19 Erkrankten oder Corona-Infizierten Menschen hatten.
  • In geschlossenen Räumen soll von allen Anwesenden eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, soweit und solange die Personen nicht sitzen.
  • Der Mindestabstand von 1,50 m zu anderen Personen ist einzuhalten.
  • Andere Personen sind nicht zu berühren. Dazu zählen auch Begrüßungsformen wie Händeschütteln, Umarmungen, Küsschen auf die Wange oder Ghetto-Faust.
  • Persönliche Gegenstände sind nicht mit anderen Personen zu teilen (z.B. Trinkflaschen, Handys, mitgebrachtes Essen)
  • Die Husten- und Niesetikette ist einzuhalten. Husten oder Niesen sollte in die Armbeuge erfolgen – auf keinen Fall in die Hand. Dabei muss ein größtmöglicher Abstand zu anderen Personen eingenommen werden.
  • Das Gesicht und insbesondere die Schleimhäute (d.h. Augen, Mund, Nase) sind nicht mit den Händen zu berühren.
  • Der direkte Kontakt mit häufig genutzten Flächen, wie Türklinken oder Lichtschaltern, ist zu minimieren. Statt der Hände kann z.B. der Ellenbogen benutzt werden.
  • Eine gründliche und regelmäßige Händehygiene ist einzuhalten.
    • Händewaschen mit Seife für 20 – 30 Sekunden, auch kaltes Wasser ist ausreichend – entscheidend ist der Einsatz von Seife 
    • Das Händewaschen ist der Händedesinfektion vorzuziehen. Desinfektion ist nur dann sinnvoll, wenn das Händewaschen nicht möglich ist oder nach dem Kontakt mit Blut, Erbrochenem oder Fäkalien.
  1. 2 Maßnahmen des Trägers (Kinder- und Jugendbüro, Stadt Laatzen)

Die Mitarbeitenden der Offenen Kinder- und Jugendarbeit werden die nachfolgenden Maßnahmen beachten und einhalten:

  • (Altersentsprechendes) Thematisieren der geltenden Hygienemaßnahmen mit den Teilnehmenden. Auf diese Maßnahmen wird außerdem durch Hinweisschilder und Aushänge hingewiesen.
  •  In den Einrichtungen stehen ausreichend Seife und Einmalhandtücher sowie Händedesinfektionsmittel zur Verfügung.
    Desinfektionsmittel wird nur bei Bedarf und nur unter Aufsicht genutzt.
  •  Die genutzten Räume werden regelmäßig und ausgiebig gelüftet.
  • Die Räume und sanitären Anlagen werden täglich von einer Reinigungskraft gereinigt.
  • Spiel- und Freizeitmaterialien sowie Oberflächen in stark frequentierten Bereichen werden täglich, bei Bedarf mehrmals am Tag, von den Mitarbeitenden gereinigt.
  • Die Teilnahme an Angeboten sowie der Besuch von Einrichtungen wird in datenschutzrechtlich vertretbarer Form entsprechend der Vorschriften dokumentiert. Die Dokumentation ist erforderlich, um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können.
    • Die Dokumentation muss für 21 Tage aufbewahrt werden und ist dem Gesundheitsamt auf Nachfrage unverzüglich zur Verfügung zu stellen.
    • Zu erfassen sind Vorname, Name, Anschrift, eine Telefonnummer und Zeitraum der Teilnahme oder des Besuchs.

      Zu diesem Zweck erhalten die Besucherinnen und Besucher in den städtischen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen eine „Einrichtungs-Card“. Grundlage für das Ausstellen dieser Card ist ein Erfassungsbogen incl. Einverständniserklärung zur Datenspeicherung, auf dem o.g. Daten erfasst werden. Bei Minderjährigen bedarf dies der Zustimmung eines Sorgeberechtigten. Darüber hinaus wird ein Besuchstagebuch geführt.

In Notfällen oder Situationen, in denen Erste Hilfe geleistet werden muss, wird darauf geachtet, die Hygienemaßnahmen einzuhalten. Dennoch können vereinzelt Fälle eintreten, in denen die Maßnahmen nicht eingehalten werden können.

2. Offene Angebote

Offene Angebote sind solche, mit einer Komm- und Geh-Struktur, die im Grundsatz auf Dauer angelegt sind, aber keinen festen Teilnehmendenkreis aufweisen – so genannte Offene-Tür-Angebote in den Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen.

Gemäß der aktuell geltenden Landesverordnung dürfen zeitgleich bis zu 50 Personen die Angebote (insbesondere offene Angebote nach §§ 11 und 13 SGB VIII) unter Einhaltung des Abstandsgebots nutzen.

Maßnahmen:

  • Angebote finden vorrangig auf dem Außengelände statt.
  • Die max. Anzahl der teilnehmenden Personen richtet sich nach den räumlichen Gegebenheiten.
  • Direkt nach Betreten der Einrichtung ist jede Person angehalten die Hände zu waschen.
  • Speisen und Getränke werden nicht ausgegeben.

3. Tagesveranstaltungen und Projekte (ohne Übernachtung)

Tagesveranstaltungen und Projekte sind auf einen Zeitraum beschränkt und unterscheiden sich von den offenen Angeboten derart, dass in einer festen geschlossenen Gruppe (deren Teilnehmendenkreis zuvor bekannt ist) gearbeitet wird. Zu diesen Angeboten zählen z.B. Ferienpass-Veranstaltungen.

Maßnahmen:

  • Es gelten die Maßnahmen aus Punkt 2.
  • Speisen und Getränke können unter Einhaltung von strengen Hygienemaßnahmen (Mund-Nasenschutz, Einweghandschuhe, Vorportionierung) ausgegeben werden.
  • Fahrten in Reise- und Kleinbussen finden nicht statt.

4. Mehrtägige Angebote (mit Übernachtung)

Unter mehrtägigen Angeboten mit Übernachtung sind zum Beispiel Ferienfreizeiten für Jugendliche zu verstehen. Bei Fahrten, die unter den nachfolgend genannten Maßnahmen durchgeführt werden, wird mit einer festen geschlossenen Gruppe gearbeitet.

Gemäß der geltenden Landesverordnung bleiben mind. bis zum 31. August 2020 Veranstaltungen und Reisen nach §11 SGB VIII mit Übernachtung für Kinder- und Jugendlichengruppen mit mehr als 50 Personen verboten. Im Übrigen hat der/die Veranstalter/-in für Veranstaltungen und Reisen, die nicht verboten sind, ein Hygienekonzept aufzustellen.

Maßnahmen:
Das Kinder- und Jugendbüro veranstaltet derzeit keine Übernachtungsfreizeiten bzw. sagt diese bis mindestens zum Ende der Sommerferien ab.

5. Ferienbetreuung

Die Ferienbetreuung ist ein Gruppenangebot der Jugendarbeit für angemeldete Schülerinnen und Schüler im Alter von 6 bis 12 Jahren. Die Kinder werden montags bis freitags in der Zeit von 8.00 bis 16.00 Uhr von Mitarbeitenden des Kinder- und Jugendbüros betreut.

Maßnahmen:

  • Es gelten die Maßnahmen aus Punkt 1.1 sowie aus Punkt 1.2 die ersten fünf Spiegelstriche.
  • Die Kinder müssen wochenweise angemeldet werden.
  • Die maximale Anzahl der teilnehmenden Personen richtet sich nach den räumlichen Gegebenheiten.
  • Es werden bevorzugt Grundschulkinder berücksichtigt.
  • Es ist eine Arbeitsbescheinigung vom Arbeitgeber vorzulegen, um den Bedarf einer Betreuung nachzuweisen.
  • Angebote finden vorrangig auf dem Außengelände statt.
  • Fahrten in Kleinbussen, PKW und öffentlichen Verkehrsmitteln finden nicht statt.

Stand 13.07.2020