Kinder- und Jugendbüro

Sucht

Sucht

Zu viel trinken, zu viel rauchen, zu viel kiffen, zu viele Pillen, zu viel spielen..

Wer abhängig ist, braucht Hilfe. Bei ''zu viel'' fällt das aufhören oftmals schwerer als erwartet. Was viele oftmals nicht wahrhaben wollen ist das es tatsächlich eine Krankheit ist, die „Sucht-“ oder auch „Abhängigkeitserkrankung“ genannt wird.

Eine Sucht kann jeden treffen ganz unabhängig von Alter, Ausbildung, Beruf und gesellschaftlichem Ansehen. Es ist keine Schande auch wenn viele Betroffene Angst davor sich jemanden anzuvertrauen.

Woran man ein Suchtverhalten erkennen kann, ist wenn die Droge den Alltag bestimmt und es nur noch darum geht das Verlangen nach der Droge zu stillen, bspw. die nächste "Tüte'" zu rauchen, die nächste Spielothek aufzusuchen, etc.

Ein weiteres Riskantes Warnsignal für eine Sucht ist das sich die Dosierung maximiert. Die normale Dosierung wirkt nicht mehr und muss immer weiter erhöht werden. Der Beginn der Abhängigkeit fällt dem Konsumenten meist nicht auf, aber wenn man trotz schlechter Erfahrungen (Vollrausch mit Filmriss, Streitereien mit Freunden und Familienangehörigen etc.) seinen Konsum nicht einschränkt dann kann das schon ein Zeichen für ein Suchtverhalten sein.

Signale

  • Veränderungen des Erscheinungsbilds: plötzliche Gewichtszunahme oder –Abnahme, blutunterlaufene Augen, vergrößerte Pupillen und seltsame Gerüche an Atem oder Kleidung
  • Appetitlosigkeit: mangelndes Interesse an Essen oder Schlaf
  • Mangel an Hygiene
  • Gedächtnisverlust: dazu zählt z.B. das Unvermögen sich an letzte Nacht zu erinnern oder wie man sich verletzt hat.
  • Motivationsverlust für die Schule, Hobbys, Sport, etc., für die man früher Interesse gezeigt hat
  • finanzielle Nöte, plötzlicher, unerklärlicher Bedarf an Geld
  •  ein Wechsel von langjährigen Freunden und Beziehungen hin zu neuen Freunden, Bekannten und Aktivitäten
  • unerklärliche Veränderungen im Verhalten, Stimmung sowie erhöhte Reizbarkeit und Wutanfälle
  • neuartige gesundheitliche Probleme: Beschwerden wie Kopfschmerzen, Anfälle oder Zuckungen sowie Nasenbluten (z. B. bei Crystal Meth oder Kokain), plötzliche Angst vor oder Misstrauen gegenüber anderen Personen ohne rationale Erklärung

© Kinder- und Jugendbüro